Freizeiterlebnis: Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein

Auf dem wunderbaren Schloss wird an schreckliche NS-Verbrechen erinnert.

Von Frank Thümmler
Freizeiterlebnis: Gedenkstätte Poirna-Sonnenstein
In einem Gedenkraum im Keller des Hauses werden stellvertretend für alle Opfer die Schicksale von 22 Sonnensteiner NS-Mordopfern dokumentiert. © Gedenkstätte Sonnenstein

Eine kurze Beschreibung

Die Gedenkstätte beschäftigt sich mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte. In der ehemaligen Festung Schloss Sonnenstein auf dem Sonnenstein bei Pirna hatten Nationalsozialisten eine Tötungsanstalt eingerichtet. In der Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein ermordeten sie in den Jahren 1940 und 1941 rund 13.720 vorwiegend psychisch kranke und geistig behinderte Menschen. Sie wurden im Rahmen der nationalsozialistischen Krankenmorde, der sogenannten „Aktion T4“, in einer Gaskammer im Keller der Anstalt umgebracht. Weiterhin starben an diesem Ort im Sommer 1941 mehr als tausend Häftlinge aus nationalsozialistischen Konzentrationslagern im Rahmen der „Sonderbehandlung 14f13“. Die Gedenkstätte Pirna Sonnenstein erinnert an die dortigen Ereignisse.

Öffnungszeiten

Die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein hat Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr, am Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Anreise/Parken

Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, Schloßpark 11, 01796 Pirna
Ein Parkplatz befindet sich neben dem Weg zur Gedenkstätte.

Eintrittspreise

Der Eintritt in die Gedenkstätte ist frei. Die öffentliche Führung (Sonnabend, 14.30 Uhr) ist für die Besucher kostenfrei, die Gedenkstätte bittet jedoch um Spenden. Individuelle Führungen sind nach rechtzeitiger schriftlicher Anmeldung bei der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein möglich. Allerdings können derzeit Corona-bedingt bis auf Weiteres keine Führungen und Projekte stattfinden.