I shot a Pop Star
So, 06.09.2026
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19:30 Uhr
Beschreibung
Die Amerikanerin Valerie Solanas bekam früh in ihrem Leben die ganze Härte einer frauenverachtenden Gesellschaft zu spüren. In ihrer Kindheit und Jugend vom Vater missbraucht und geschwängert, gebar sie ein Kind, das von ihrer Mutter großgezogen wurde. Der Verkauf ihres zweiten Kindes, da war sie gerade 15 Jahre alt, sollte dann das Studium der talentierten jungen Frau finanzieren. Doch auch während jener Lehrjahre erlebte sie den Ausschluss gleichberechtigter Teilhabe in einem männerdominierten Milieu. In Solanas wächst eine schriftstellerische Kraft heran, ein künstlerischer Befreiungsschlag aus extremen Lebensbedingungen. Ihre Texte lassen sich nicht glätten, ihr Anspruch an die Kunst ist kompromisslos. So stellt sie der queeren Szene New Yorks Ende der 60er Jahre ihr berühmt-berüchtigtes S.C.U.M.-Manifest vor, mit dem sie Frauen auffordert, das Geldsystem abzuschaffen, Regierungen zu stürzen und das männliche Geschlecht zu eliminieren. Und wieder beißt Solanas auf patriarchalen Granit: diesmal auf den des Künstlers Andy Warhol, auf den sie kurze Zeit später schießt und die Gewalt als anthropologische Konstante fortschreibt. Regisseurin Monique Hamelmann geht der Frage nach, wieviel Wut die Kunst verträgt und wann eine unmissverständliche Politik in Härte umschlägt.
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