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Kontrovers vor Ort: Die Shoah & die DDR

Mo, 26.10.2026
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19 Uhr
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kostenlos / Eintritt frei
Kontrovers vor Ort: Die Shoah & die DDR

Beschreibung

Das jüdische Leben in der DDR ist in breiten Teilen der Gesellschaft eher unbekannt. Jenseits bekannter Klassiker wie „Jakob der Lügner“ stellt sich die Frage: Welchen Raum erhielten jüdische Erfahrungen im staatlich verordneten Antifaschismus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und später in der DDR? Während staatliche Gedenkstätten allgemein von „Kämpfern gegen den Faschismus“ sprachen, rangen jüdische Überlebende unmittelbar nach 1945 um eine würdige Bestattung der Toten und eine sichtbare Erinnerung an die Shoah, versuchten ihre kleinen Gemeinden aufrechtzuerhalten.
Der Historiker Dr. Alexander Walther geht in seinem Vortrag der Rolle jüdischer Akteure wie Lin Jaldati, Helmut Eschwege oder Heinz Knobloch nach. Anhand persönlicher Nachlässe zeigt er ihr spannungsreiches Handeln zwischen eigensinniger Aufklärungsarbeit und teils schmerzhaften Zugeständnissen an die SED. Ein Abend über mutiges Engagement, unmarkierte Gräber und das schwierige Erbe jüdischer Verfolgungserfahrung.

Mehr Informationen

Café Courage
Bahnhofstraße 56
04720 Döbeln

Kurse, Vortrag, Bildung, Gedenken