Bella Nuova Italia

Wie im Stiefel Europas Altbewährtes neu entdeckt wird und dabei moderne Ernährung die Klassiker verändert.

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Pizza - der Klassiker aus Italien. © dpa

Mit Italien verbinden wir oft Tradition: seit Jahren wird in der italienischen Cuisine auf die gleichen Familienrezepte zurückgegriffen, die Werke von Puccini, Vivaldi und zahlreichen anderen Komponisten aus dem Land, wo die Zitronen blühen, erfreuen sich auch heutzutage noch großer Beliebtheit und italienischer Stil prägt schon immer das Elbflorenz. Doch Italien wartet auch mit Trends für 2020 auf. Dabei stehen diese unter dem Motto „back to the roots“, wobei man jedoch nicht einfach Bekanntes wiederverwertet, sondern neu erfindet.  
So versucht man in der Küche, moderne Ernährungsstile in klassische Rezepte einzubinden: statt Weizenpasta Vollkorn und Dinkel, oder bei einer ballaststoffarmen Ernährung Zoodles. Dabei werden Zucchini in Spaghetti-ähnliche Streifen geschnitten, kurz weichgekocht und können dann mit Pesto oder Saucen serviert werden. Auch Vegetarier kommen nicht zu kurz: da italienische Gerichte oftmals nur geringe Mengen Fleisch enthalten, kann dieses einfach durch Fleischersatzprodukte oder andere Eiweißquellen wie Tofu ausgetauscht werden. Selbst eine vegane Ernährung ist leicht umzusetzen, viele tierische Bestandteile kann man ebenfalls einfach mit Alternativen ersetzen, da Pizza, Pasta und Co. vor allem durch ihre mediterrane Würzung den typisch italienischen Geschmack erhalten. 
Auch italienische Cocktails laden dazu ein variiert zu werden. Die Basisspirituosen wie Aperol oder Campari müssen also nicht zwingend mit Spritz und Orange kombiniert, sondern dürfen gerne neu eingesetzt werden. Dabei kann jeder nach eigenem Belieben ausprobieren, welche Mischungen gefallen. Für diejenigen, die Klassiker bevorzugen, liegt der Negroni momentan wieder im Trend. Dafür werden 3 cl Campari, 3 cl Gin und 3 cl roter Wermut mit Eis geschüttelt und anschließend mit einer Orangenscheibe garniert. 
Über die Gastronomie hinaus kann allgemein von einem „Italien-Trend“ gesprochen werden. Vor allem in der Touristik und der Mode ist das Land häufig vertreten, da sein Charme als zeitlos gilt. Sobald sich die Situation rund um COVID-19 wieder beruhigt, lohnt es sich also, einen Blick in den Süden zu werfen. 

Arian Quint