Im Rampenlicht

Die Augusto-Kolumne - diesmal an alle, die auszogen, um das Feiern zu erlernen.

Von Tom Vörös
Kolumnen-Autor Tom Vörös in Aktion.
Kolumnen-Autor Tom Vörös in Aktion. © DDV-Media

Liebe Party-Entdecker,

kaum fallen die Masken, schon erwacht das Party-Lotterleben. In den letzten Wochen war alles noch etwas zaghaft und nun wird es richtig „fett“. Zum Beispiel mit der Berliner Kapelle Make A Move, die das Gebot der Stunde in ihrem Namen mitführt. Einzige Hürde für alle, die es lange nicht mehr getan haben: Der Konzert- und Party-Schalter im Kopf klemmt vielleicht noch etwas, lässt sich nicht mehr so leicht bedienen. Da muss man so etwas wie sein eigener Seelenmonteur werden und folgende Fragestellungen erst nach und nach aus dem Kopf herausschrauben: Feiern, was ist das eigentlich? Und kann man das machen, so ganz ohne Mimik-Schutz? Und was wollen einem diese vielen anderen Gesichter um einen herum sagen? Wie liest man dort heraus, ob jemand Spaß hat oder nicht?

Einfach machen, heißt wohl die einzig richtige Antwort für viele. Sich für ein unbeschwerteres Leben entscheiden, es vielleicht sogar neu entdecken. Man könnte noch viele gut gemeinte Floskeln in den Tanzsaal werfen. Doch sobald man sich solche Fragen stellt oder sich fest vornimmt, Spaß zu haben, dann ist die Party im Kopf oft schon längst vorbei. Die Kunst des Loslassens könnte man nach dem Konzert am Sonnabend im Dresdner Beatpol erlernt haben. Vielleicht aber auch nicht. Einen Gedanken daran sollte man jedenfalls nicht verschwenden.

Make A Move, 9.4., 20 Uhr, Beatpol, Dresden